
»Wenn ich's euch doch sage, eine Minute. Auf die Sekunde genau.«
»Ohne bleibende Schäden?«
Er zögerte und schaute plötzlich verschämt.
»Na?«
»Der linke Lungenflügel ist kollabiert«, sagte er mit einem bemüht lässigen Achselzucken.
Sie kicherten.
»Ich würde die sechzig Sekunden wahrscheinlich schaffen«, sagte Pancho.
»Du?«, fragte der Mann neben ihr verblüfft. »Aber Mandy, die hat den erforderlichen Brustumfang.«
Amanda lächelte scheu. Doch dann holte sie tief Luft und trat den Beweis an.
Pancho unterdrückte den Ärger über das Balzverhalten der Männer.
»Neunzig Sekunden? Unmöglich!«
»Wollt ihr darauf wetten?«, fragte Pancho.
»Niemand hält es für neunzig Sekunden im Vakuum aus. Es würde einem die Augen ausdrücken.«
Pancho bleckte grinsend die Zähne. »Welche Summe wollt ihr denn dagegen setzen?«
»Wie sollen wir den Gewinn eigentlich einstreichen, wenn du tot bist?«
»Oder dir einen bleibenden Hirnschaden zuziehst.«
»Sie hat eh schon einen Dachschaden, wenn sie glaubt, dass sie es neunzig Sekunden im Vakuum aushält.«
»Ich werde das Geld auf einem Konto deponieren, von dem ihr fünf es im Fall meines Todes oder einer Behinderung abheben könnt«, sagte Pancho ruhig.
»Ja, sicher.«
Sie deutete auf das Telefon, das neben dem Sandwichspender an der Wand hing und sagte: »Elektronische Überweisung. Der Vorgang dauert gerade einmal zwei Minuten.«
Sie schwiegen.
»Wie viel?«, fragte Pancho und musterte sie.
»Ein Wochenlohn«, stieß einer der Männer hervor.
»Ein Monatslohn«, sagte Pancho.
»Ein ganzer Monat?«
»Wieso nicht? Wenn du so verdammt sicher bist, dass ich es nicht schaffe, warum setzt du dann keinen Monatslohn? Ich werde fünf Monatsgehälter aufs Konto einzahlen, sodass jeder von euch abgesichert ist.«
